Moderation & Redaktion: Said Aroua
Moderation: Flavio Waser
Die meisten Leute betrachten den Begriff “Hacking” in einem schlechten Licht. Tatsächlich gibt eine ganze Industrie, die Hacking betreibt, um die Sicherheit zu erhöhen. Heute beleuchten wir "Ethical Hacking” und warum es wertvoll sein kann.
Ein Zweig der Cybersecurity befasst sich mit “Penetration Testing” oder auch “Ethical Hacking” genannt. Dabei handelt es sich um das legale und ethische Finden von Schwachstellen in IT-Systemen. Diese Leute bezeichnet man sich als “White Hat Hacker*innen” oder einfach “Whitehats”. Cyberkriminelle werden im selben Stil als “Blackhats” bezeichnet. Hacker*innen, die auf beiden Seiten mitwirken sind dementsprechend “Greyhats” genannt.
Der Unterschied zwischen „gutem“ und „bösem“ Hacking liegt vor allem im Handeln nach dem Entdecken einer Schwachstelle: Whitehats melden die Schwachstelle an die zuständigen Leute und dokumentieren den Fehler, damit er behoben werden kann. Blackhats hingegen nutzen die Schwachstelle aus, beispielsweise für Erpressung, Vandalismus oder Datendiebstahl. Greyhats agieren je nach Situation unterschiedlich: Manchmal melden Schwachstellen sie auf korrekte Art, manchmal verkaufen sie diese im Darknet.
Heutzutage werden Whitehats oft durch sogenannte „Bug Bounties“ motiviert. Firmen zahlen für das Aufdecken und Melden von Schwachstellen, da dies eine kostengünstige und sichere Alternative zu den potenziellen Schäden durch böswillige Hacker ist. Diese Prämien können von einigen hundert Dollar bis hin zu mehreren Millionen reichen. Die grösste Plattform für solche Bug Bounties ist HackerOne.
Der Beruf des Whitehat-Hackers ist nicht klar definiert. Interessierte bringen meist eine hohe technische Kompetenz, Geduld und Neugierde mit. Wichtig ist, dass sie sich an die Regeln der jeweiligen Hersteller halten, um nicht rechtlich belangt zu werden. Manche Firmen erlauben Hacking nur auf Einladung, während andere öffentliche Kanäle für Meldungen anbieten. Ein Einstieg in das Feld ist beispielsweise durch ein Cybersecurity-Studium an der HSLU möglich, wo man Hacking in einem sicheren Rahmen erlernen kann.