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Rassismus im Frauenfussball

Rassismus auf dem Fussballplatz

Fussball soll vereinen und nicht trennen. Trotzdem gibt es immer wieder rassistische Vorfälle auf dem Fussballplatz. Jasmine Imboden, Fussballspielerin beim SC Luzern wurde bei einem Auswärtsspiel von Fans des gegnerischen Teams rassistisch beleidigt. Nun wehrt sie sich mit einer Petition gegen den anhaltenden Rassismus im Schweizer Fussball. Sie fordert gemeinsam mit humanrights.ch und Campax, dass der Schweizerische Fussballverband (SFV) sich gegen Rassismus einsetzt.

Jasmine Imboden erzählt in der Sendung von ihren Erfahrungen als Schwarze Frau im Schweizer Fussball, über die Forderungen der Petition und was Intersektionalität damit zu tun hat.

Forderung nach Veränderung

Jasmine Imboden wurde bei einem Auswärtsmatch gegen den FC Vuisternens/Mézières von Fans des gegnerischen Teams rassistisch beleidigt. Eine Mitspielerin von Jasmine, macht den Schiedsrichter darauf aufmerksam, da er aber nichts gehört habe, liess er die Partie weiterlaufen. Die rassistischen Äusserungen sind auf dem Matchvideo hörbar, welches nach dem Spiel auch dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) gemeldet wurde.  Der gegnerische FC Vuisternens/Mézières wurde anschliessend mit einer Strafe von 500 Franken gebüsst, da er für seine Fans verantwortlich ist. 

Jasmine ist der Meinung, dass der SFV zu wenig gegen Rassismus macht und kritisiert, dass rassistische Vorfälle ungenügend aufgearbeitet werden. Sie hat deshalb gemeinsam mit Campax und humanrights.ch eine Petition lanciert, die den SFV zum Handeln bewegen will. Die gestellten Forderungen sind nicht nur Jasmine ein Anliegen: Seit der Lancierung der Petition am Tag gegen Rassismus, dem 21. März wurden über die Onlineplattform bereits über 10'000 Unterschriften gesammelt.

Sensibilisierung im Frauenfussball

Rassismus ist im Männer-, wie auch im Frauenfussball ein Problem. Der Frauenfussball gilt dabei jedoch als inklusiverer Space, unter anderem, da viele Spielerinnen queer sind und offen mit ihrer Sexualität umgehen, während das Thema im Männerfussball immer noch ein grosses Tabu ist. Deswegen liegt die Vermutung nahe, dass beim Thema Rassismus bei Frauen eine grössere Sensibilisierung besteht. Dieser Meinung ist auch Jasmine Imboden, Fussballspielerin beim SC Luzern

«Wir sind Frauen, wir erleben Sexismus, es hat viel queere Frauen, wir erleben Homophobie. Ich glaube, diese Intersektionalität ist mega präsent.»

Dadurch, dass Frauen häufig selbst von Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Sexualität oder ihrer Hautfarbe betroffen sind, besteht eine grössere Sensibilisierung als im Männerfussball. Jasmine nimmt auch Bezug auf die Intersektionalität, was bedeutet, dass man aufgrund mehrerer Aspekte diskriminiert werden kann. Gerade als Schwarze Frau kann sich dieser intersektionale Aspekt zeigen, indem man von Sexismus wie auch Rassismus betroffen sein kann.

Jasmine ratet anderen Spieler*innen, die von Rassismus betroffen sind, darüber zu sprechen und den Vorfall zu melden. Rassismus ist etwas, das als ganze Gesellschaft bekämpft werden muss. Als nichtbetroffene Person ist es deshalb genauso wichtig, sich klar gegen Rassismus zu positionieren und betroffenen Personen zuzuhören und sie zu unterstützen.

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