Bei hohen Temperaturen und Sonnenschein ruft das für viele nach einem Ausflug in die Reuss. Das Schwimmen & "Böötlen" hat in der Schweiz in den letzten Jahren zugenommen. Die Fliessgewässer sind aber nicht zu unterschätzen und bergen auch einige Gefahren.
Mehr über diese Gefahren und wie man sich auf einen Flussausflug vorbereitet, erzählt Marc Audeoud von der SLRG Luzern:
Vorbereitung ist A&O
Es ist wichtig, sich vorzubereiten, wenn man in einen Fluss schwimmen geht, besonders wenn es das erste Mal ist. Marc, der selbst häufig in der Reuss schwimmt, meint, dass es wichtig sei, die Strecke vorher einmal anzusehen. Das kann man zum Beispiel, indem man mit dem Velo die Strecke fährt und mögliche Herausforderungen im Fluss erkennt. Dazu gibt es auf der Website der Stadt Luzern eine Reusskarte (s. Bild), auf der Ein- und Ausstiegsstellen, Schwimmverbote und Naturzonen markiert sind.
Beim Planen ist es ebenfalls wichtig, das Wetter zu berücksichtigen. Bei Gewitter und Blitzschlag solltest du dich weder im Fluss, noch in anderen Gewässern befinden.
Gefahren
Beim Schwimmen im Fluss ist es sinnvoll, wenn du eine Rettungsweste trägst oder eine Boje mit dabei hast. Auf dem Boot sind Rettungswesten obligatorisch. Gerade beim "Böötlen" gebe es weitere Gefahren, besonders wenn mehrere Boote gemeinsam unterwegs sind, wie Marc Audeoud von der SLRG erzählt:
"Sobald man die Boote zusammenbindet, kann man nicht mehr manövrieren. Und die Gefahr ist dann gross, dass man irgendwo anhänkt. (...) Das kann sehr tragisch enden."
Dazu ist es sehr verbreitet, auf dem Boot mit Freund*innen gemeinsam Bier zu trinken. Das ist jedoch keine gute Idee, denn der Alkohol gefährdet die Sicherheit auf dem Wasser:
"Der Körper reagiert ganz anders, wenn er Alkohol im Blut hat. (..) Nicht nur, dass man die Sachen nicht mehr oder doppelt sieht, sondern auch, dass der Kreislauf nicht mehr gleich reagiert."
Bei Konsum von Alkohol kann der Körper nach dem Sprung ins Wasser nicht mehr richtig schwimmen oder sich nicht mehr gut bewegen. Marc empfiehlt also, dass das Bier trinken besser auf später, nach dem "Bööteln", verschoben wird.